Harrogate, 08-02-02 / A Stormy Night In Yorkshire (White Cat Recordings)
Live in England, Harrogate - International Centre, 08.02.2002
CD1
Woman from tokyo
Ted the mechanic
Mary long
Lazy
Child in time
No one came
The aviator
The well dressed guitar
Up the wall
-
CD2
Fools
Perfect strangers
When a blind man cries
Guitar solo
Smoke on the water
Speed king
Hush
Highway star
Nach einer nur kurzen Pause ging es im Februar 2002 zurück auf die Bühne. Die Heimat, das Vereinigte Königreich war angesagt. Eine Tour die sowohl im Vorfeld, als auch im Nachhinein für Gesprächsstoff sorgte. Noch immer hatte man keine neue CD im Gepäck, doch zumindest wurde neues Material zu Testzwecken angekündigt. Wegen der schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers 2000 wurde auch über "Child in time" nachgedacht. Garnicht so schlechte Voraussetzungen für die englischen Fans, immerhin hatten sie schon über 3 Jahre auf einen neuerlichen Besuch (Ausnahme: "Concerto 99") warten müssen. Kurz vorm Tourstart dann das große Fragezeichen, als Ian Gillan in einem Radio-Interview Andeutungen über den bevorstehenden Abschied von Jon Lord macht.
Im Nachhinein wissen wir nun natürlich mehr. Jon hat tatsächlich seinen Hut genommen und die Band verlassen. Sein Nachfolger wurde in Don Airey schnell gefunden. Da die Tournee aber auf Grund gesundheitlicher Probleme vorzeitig abgebrochen werden mußte, wird man "den rockenden Lord" vielleicht bei den Nachholterminen im September 2002 noch einmal wiedersehen. Um weitere Dinge zu klären und sich einen musikalischen Eindruck von der UK-Tour zu verschaffen, dafür ist diese Aufnahme eigentlich zu empfehlen.
Harrogate stand ziemlich am Anfang des Terminplans, alle sind noch fit und es gibt das komplette Programm zu hören. Man macht einen frischen und vitalen Eindruck, doch Überraschungen sind rar. Tatsächlich wiederbelebt wurde "Child in time". Aus instrumentaler Sicht immer eine Bereicherung, doch der Gesangspart sagt mir, trotz erholter Stimme von Gillan, nicht besonders zu. Das mit Spannung erwartete neue Material beschränkt sich während der gesamten Tour auf leider nur einen Titel, "Up the wall". Ein Rocker mit mittlerem Grundtempo, melodischem Refrain, aber auch wechselnden Strukturen, die Freiräume für Gitarre und Orgel bieten. Wir hätten gern mehr gehört. Was beim Intensiv-Fan allmählich Langeweile aufkommen läßt, scheint der Band wenig auszumachen. Sie bewältigt ihre Aufgabe noch immer mit Hingabe.
Ein weiterer Grund, der für diesen Mitschnitt spricht, ist die Klangqualitat. Man macht sich zwar weder die Mühe die CD's ein- noch auszublenden, aber sonst ist der sehr helle und konstante Sound so, wie man ihn heute bei einer digitalen Aufnahme erhoffen kann, mindestens gut.